Das Projekt RobuNet

Aktuelles

am 12. November 2015 fand in Berlin die öffentliche Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts RobuNet statt. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes und deren Relevanz für die Praxis der Netzwerk- und Transportplanung wurden in Vorträgen und anhand von Fallstudien vorgestellt und im Anschluss bei einem Get-together diskutiert. Die Vorträge der Veranstaltung sind hier zum Download verfügbar.

Problemstellung

Die bisher eingesetzten Modelle zur Planung und Gestaltung von Logistiknetzwerken bildeten ausschließlich statische Rahmenbedingungen ab, was dazu führte, dass Planungsergebnisse heute anfällig gegenüber Schwankungen der Eingangsgrößen sind. Solche Schwankungen sind jedoch aus der Praxis nicht wegzudenken. Beispielsweise führen eine hohe Produkt- und Variantenvielfalt zu Schwankungen der Bedarfe und die Kosten für Transport und Logistikstandorte sind stark von schwankenden Energiepreisen abhängig. Insbesondere bei der Auswahl der Standorte spielt die Robustheit des Planungsergebnisses eine Rolle, denn die Standortwahl ist eine langfristige, strategische Entscheidung.

Das dynamische Umfeld globaler Netzwerke muss sich in der optimierten Netzwerkstruktur niederschlagen und ist daher bereits bei der Netzwerkplanung zu berücksichtigen. Bei der robusten Planung sehr großer Logistiknetzwerke kann das Optimierungspotenzial mit den aktuell verfügbaren Algorithmen jedoch nur unzureichend realisiert werden.

Lösungsansatz

Im Forschungsprojekt RobuNet (Robustes Netzwerkdesign für sehr große Logistiknetzwerke) wurden innovative Lösungsverfahren für eine robuste und effiziente Netzwerkplanung erarbeitet werden.  Ziel war es, auch sehr große, komplexe Logistiknetzwerke realitätsnah zu modellieren und effizient zu optimieren. Die erarbeiteten Lösungen sind robust gegenüber wechselnden Rahmenbedingungen und somit langfristig geeignet, den logistischen Anforderungen gerecht zu werden. Das Projekt wurde von Fallstudien begleitet, um die Praxistauglichkeit der entwickelten Modelle und Algorithmen zu gewährleisten.

Das Forschungsprojekt hatte im August 2012 begonnen und lief bis Juli 2015.

Förderung

Das Forschungsprojekt wurde vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union und der Investitionsbank Berlin gefördert.